ZeitPunkt Kulturmagazin April 2008 Nr. 208

Vielschichtig erzählt wird die außergewöhnliche Geschichte des 10jährigen sensiblen Maximilian. Der Autor entwickelt die Handlung in einem Geflecht von Drama, Krimi und Fiktion und führt sie zu einer unvorhersehbbaren Apokalypse. Das Geschehen vollzieht sich auf zwei Ebenen. Die erste ist Science-Fiction. Maximilian erwacht und scheint allein auf der Welt zu sein. Er fragt sich "Wer bin ich?". Die entscheidenden Geschehnisse vollziehen sich in der Rückblende auf einer zweiten Ebene. Hier wird Maximilian herausgerissen aus einer "schönen Welt" und hart mit den Realitäten des Lebens konfrontiert. Erinnerungen und Fragmente seines Daseins tauchen auf, die sich allmählich zu einem Puzzle zusammenfinden. Sie machen Maximilian Angst und gleiten bei ihm hinüber in Albträume. Er stemmt sich dagegen, er will das Leben meistern.
Der Roman über die dornenreiche Suche dieses Leipziger Jungen liest sich durchweg spannend und erfordert die ganze Konzentration des Lesers.